Praktische Tipps
Optimierung von Antikörpern und Fehlerbehebung
Antikörper sind in vielen biowissenschaftlichen Arbeitsabläufen unverzichtbar, von Western Blot und Immunpräzipitation bis hin zu Durchflusszytometrie und ELISA. Allerdings kann es zu schwachen Signalen oder hohem Hintergrund kommen, wenn die Versuchsbedingungen nicht optimiert sind.
Im Folgenden finden Sie einige praktische Tipps zur Verbesserung der Antikörperleistung.
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Überprüfen Sie die Expression des Zielproteins
Wenn kein oder nur ein schwaches Signal erkannt wird, sollten Sie zunächst überprüfen, ob das Zielprotein in Ihrer Probe exprimiert wird.
Die Durchführung eines vorläufigen Western Blot kann helfen, das Vorhandensein des Proteins zu überprüfen und festzustellen, ob eine höhere Probenkonzentration oder eine höhere Beladungsmenge erforderlich ist.
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Wählen Sie den richtigen Antikörper
Die Auswahl eines für Ihre spezifische Anwendung (IP, WB, IHC usw.) validierten Antikörpers ist von entscheidender Bedeutung.
Wenn möglich:
- Verwendung von IP-Antikörpern für die Immunpräzipitation
- validieren Sie die Leistung mit einem vorläufigen Western Blot
- ziehen Sie monoklonale Antikörper für eine höhere Spezifität in Betracht

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Optimieren Sie die Antikörper-Konzentration
Zu wenig Antikörper kann zu schwachen Signalen führen, während zu viel Antikörper das Hintergrundrauschen erhöhen kann.
Beginnen Sie mit der Empfehlung des Herstellers und führen Sie ein kleines Konzentrationsgradienten-Experiment durch, um die optimale Menge zu ermitteln. -
Verhindern Sie den Proteinabbau
Der Proteinabbau kann die Signalintensität verringern und die Proteininteraktionen stören.
Um dies zu vermeiden:
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- Proteaseinhibitoren in den Lysepuffer geben
- Proben während der Vorbereitung kühl halten
- mit frisch hergestellten Lysaten arbeiten
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Unspezifische Bindung reduzieren
Hohe Hintergrundsignale werden häufig durch unspezifische Proteinbindung verursacht.
Zu den hilfreichen Strategien gehören:
- die Durchführung von Vorreinigungsschritten
- Optimierung der Waschbedingungen
- Anpassung der Salz- oder Detergenskonzentration
Auswahl der Antikörper
- Klon-Nummer: Wählen Sie die gewünschte Klonnummer je nach experimentellen Anforderungen. Zum Beispiel kann der SK3-Klon des menschlichen CD4 die Internalisierung verhindern. Wenn bei Durchflusszytometrie-Experimenten eine Stimulationsblockade von Zellen und der Nachweis von CD4 erforderlich ist, sollte dieser Antikörper gewählt werden.
- Antikörper-Isotyp: Wählen Sie den gewünschten Antikörper-Isotyp, z. B. IgG, IgG1, IgG2a, IgM, IgA.
- Forschungsbereich: Wenn Sie sich über Antikörperprodukte in bestimmten Bereichen informieren möchten, können Sie über diese Kategorie filtern.
- Antikörper-Typ: Für Antikörper, die auf interne Kontrollen, Tags, Acetylierung, Methylierungsmodifikationen usw. abzielen, haben wir in der Kategorie Antikörpertyp separate Unterscheidungen getroffen. Bei Bedarf können Sie durch diesen Abschnitt filtern.
Bonus-Tipp: Verwenden Sie intelligente Suchwerkzeuge
Die Suche nach dem richtigen Antikörper kann zeitaufwändig sein.
Mit unserem Antikörper-Finder können Sie Antikörper schnell nach Ziel, Anwendung, Wirtsspezies, Klonalität oder Konjugat filtern, um die am besten geeignete Option für Ihr Experiment zu finden.
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