KW08/2026
Von Körperwärme zu CO₂-Inkubatoren
Die Ursprünge der Zellkultur
Heute ist Zellkultur Routine.
37 °C, 5 % CO₂, definiertes Medium und der Inkubator übernimmt den Rest.
Doch die Anfänge der Zellkultur waren alles andere als automatisiert.
1907 gelang es Ross Granville Harrison, Frosch-Nervenzellen außerhalb des Organismus zu kultivieren. Das war ein entscheidender Beweis, dass Zellen in vitro überleben und wachsen können. Kurz darauf perfektionierte Alexis Carrel sterile Techniken und Langzeit-Gewebekulturen am Rockefeller Institute.
Und wie hielt man damals konstante Temperaturen?
Bevor es moderne Inkubatoren gab, trugen Wissenschaftler ihre Kulturen teilweise am eigenen Körper, in Taschen, unter der Kleidung oder nahe am Oberkörper fixiert, um die konstante Körpertemperatur von etwa 37 °C zu nutzen.
Der menschliche Körper war der erste „Inkubator“.
Kein Display.
Keine CO₂-Regulierung.
Nur Einfallsreichtum, Präzision und Hingabe.
Diese frühen Pioniere legten den Grundstein für das, was heute Standard in Zellbiologie, Immunologie, Onkologie und regenerativer Forschung ist.
Bessere Werkzeuge ermöglichen bessere Wissenschaft. Doch ein Blick auf die Ursprünge zeigt, wie weit Methodik und Technologie sich entwickelt haben.

Von damals zu heute: Effizienter arbeiten, besser entscheiden
Heute geht es nicht mehr darum, Zellen warm zu halten, sondern Experimente effizient, reproduzierbar und zielgerichtet zu planen.
Ein typischer Engpass im modernen Labor?
Die Auswahl des passenden Antikörpers.
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Tipps & Tricks für den Antibody Finder
Antikörper sind eine zentrale Grundlage experimenteller Workflows in den Life Sciences – von ELISA und Western Blot bis hin zu IHC und Durchflusszytometrie. Da Targets, Spezies und Anwendungen stark variieren, kann die Suche nach dem richtigen Antikörper zeitaufwendig sein.
Dafür haben wir den Antibody Finder entwickelt:
Ein Tool, das Ihnen hilft, aus über 1 Mio. Antikörpern von mehr als 30 Herstellern schnell die passende Option zu identifizieren. Mit gezielten Filtern grenzen Sie die Ergebnisse effizient auf Ihr experimentelles Setup ein.
So holen Sie das Maximum aus dem Antibody Finder:
• Target-Name
Starten Sie mit Ihrem Protein- oder Gennamen. Falls keine Treffer erscheinen, versuchen Sie alternative Bezeichnungen oder Synonyme.
• Anwendung (Application)
Wählen Sie Ihre Methode (z.B. WB, ELISA, IHC, FACS), um nur validierte Antikörper für Ihren Workflow anzuzeigen.
• Reaktivität (Spezies)
Wählen Sie die Spezies Ihres Probenmaterials (Mensch, Maus, Ratte etc.). Manche Antikörper sind für mehrere Spezies validiert.
• Wirtsspezies (Host species)
Wichtig für die Auswahl des passenden Sekundärantikörpers (z.B. anti-rabbit → Primärantikörper aus Kaninchen).
• Konjugat / Label
Benötigen Sie eine direkte Markierung (Fluorophor, Enzym, Biotin), wählen Sie diese hier aus und stimmen Sie sie auf Ihr Gerät ab (z.B. 488 nm).
• Klonalität
Monoklonal = hohe Spezifität & Reproduzierbarkeit
Polyklonal = stärkeres Signal
Rekombinant = beste Chargenkonsistenz
• Muster & Aktionen
Prüfen Sie die Verfügbarkeit von Testmustern und aktuelle Promotions.
Abschließender Tipp:
Wenn Ihre Suche zu stark eingegrenzt ist, entfernen Sie zuerst die weniger wichtigen Filter – und verfeinern Sie anschließend erneut.
Sie benötigen Unterstützung?
Unser Team hilft Ihnen gerne, den optimalen Antikörper für Ihr Experiment zu finden.
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